When confronted with the disaster we are all equal. But our reactions are very different. It´s a whole range of emotions, from the most overwhelming powerlessness unto the impossible desire to turn back time, so that what happened didn´t happen.
But it did happen.
If we lived some centuries ago, the news would have reached us much later, maybe our children would have learned about it from the history books. But we live in a time when everything happens “live” and our neighborhood has expanded to the entire planet. Even if we wanted, we could not ignore the events that happen throughout the world. And the news that are reaching us come accompanied by images that find us mostly unprepared, shaking us, overwhelming us, haunting us.
Among the images that haunted me after the disaster in Japan, were some coming from a total different place. At first they crept stealthily, but then they became increasingly clearer, and more insistent. Yes, they were images, but from another kind, I couldn´t see them with my eyes, not even with my minds eyes, I coud rather feel them. Sometimes I was perceiving them as bright lights, sometimes as white butterflies or birds floating all around me, slowly rising up to heaven.
So I started to paint, as if to understand what was happening. I began to paint children, because this way of expression ist most powerful and readily available to me. Then, unexpectedly, everything took a dramatic turn. I found myself unable to stop. I woke up at night, obsessed by the need to paint those children who insisted to be born, to be called into being, because they had something important to say.
This is how I finally understood what they were, those images, those lights:
They were wishes. The wishes of the whole world for the sorrowed Japan. Wishes as they arise naturally in every human being when faced with anothers misery. Wishes for protection, for support, for help. Wishes that everything may turn out well.
This is how everything came into being and I named it “Wishes For Japan”.
Warum
Im Angesicht einer Katastrophe sind wir alle gleich. Doch jeder Einzelne reagiert auf seine eigene Weise. Von der überwältigenden Hilflosigkeit bis zum unmöglichen Wunsch, die Zeit zurückzuspulen, um das Geschehene in Ungeschehenes umzuwandeln.
Doch das Geschehene ist geschehen.
Hätten wir in einem anderen Zeitalter gelebt, so hätten uns die Nachrichten viel später erreicht. Vielleicht hätten unsere Kinder erst in den Geschichtebüchern darüber gelesen. Doch wir leben in einer Zeit in der die Realität “live” über uns herfällt. Die unmittelbare Nachbarschaft hat sich über die ganze Erde verbreitet. Selbst wenn wir es wollten, könnten wir die Ereignisse die überall in der Welt stattfinden, nicht ignorieren. Und die Nachrichten werden von Bildern begleitet, die uns meist unvorbereitet vorfinden, die uns überraschen, schockieren, erschüttern, verfolgen.
Mir ist es nicht anders ergangen. Doch zusammen mit den Bildern aus dem so furchtbar betroffenen Japan erreichten mich auch andere Bilder, aus einer ganz anderen Quelle. Am Anfang waren diese Bilder noch ziemlich undeutlich, doch allmählich wurden sie immer klarer und immer aufdringlicher. Es waren Bilder von einer ganz anderen Art, ich konnte sie nicht wirklich sehen, nicht einmal in meiner Vorstellung, ich konnte sie aber ganz deutlich spüren. Manchmal erschienen sie mir wie weisse Lichter, manchmal wie weisse Schmetterlinge oder Vögel, die um mich herum schwebten und sich sanft emporhoben.
So habe ich angefangen zu malen, in der Hoffnung, dieses ungewöhnliche Erlebnis deuten zu können. Ich habe angefangen, Bilder von Kindern zu malen, weil das für mich die natürlichste Ausdrucksweise ist. Doch bald geschah etwas Unerwartetes: Ich begann beinahe obsessiv zu malen. Oft musste ich mitten in der Nacht aufwachen, weil der Drang diese Bilder zu malen stärker als alles andere war. Diese Kinder wollten gemalt, wollten geboren werden. Sie wollten unbedingt sein… weil sie etwas Wichtiges zu sagen hatten.
So habe ich plötzlich verstanden, was jene lichtvollen Bilder eigentlich waren: Es waren Wünsche. Die Wünsche der ganzen Welt für das vom Schicksal getroffene Japan. Jene Art von Wünschen die ganz natürlich in einem Herzen entstehen, wenn uns das Unglück des anderen erschüttert. Wünsche, dass das Leid aufhört, dass Hilfe rechtzeitig ankommt, das alles glücklich verläuft. Wünsche, dass alles gut wird….
Diese ist die Geschichte dessen, was ich “Wünsche für Japan” nannte.